AG Humanismus

Die Idee für die AG Humanismus

Die AG Humanismus des Vereins hat sich mit den Humanistischen Abenden in die Öffentlichkeit gewagt und hofft damit an der Schule und im Verein gleichermaßen die Diskussion um einen bedeutungsreichen und oft verwendeten Begriff anzustoßen. Denn gerade zur Zeit scheint der Begriff Humanismus eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: Humanistische Bildung als ganzheitliche Menschenbildung ist hoch im Kurs, Humanität ist Imperativ. Aber was beinhaltet der Begriff Humanismus, woher kommt er, hat er uns etwas zu sagen, welche Rolle hat er am Gymnasium Steglitz gespielt, hat Humanismus nur etwas mit alten Sprachen oder mit Bildung insgesamt zu tun? Um diesem Komplex näher zu kommen, wollen wir uns ihm durch die humanistischen Abende historisch und inhaltlich annähern. An einem Gymnasium, das seine Schüler in den alten Sprachen bilden will, erscheint uns ein Verständnis von dem, was Humanismus umfassen kann unerlässlich.

Die Funktion der Ehemaligen kann dabei so vielseitig sein wie die Ehemaligen selbst. Im Zentrum steht für den Verein dabei die Möglichkeit, unabhängig vom Schulalltag ein Forum zur Weiterentwicklung der Schule zu bieten, das einerseits finanziell vom Verein gestützt wird, aber auch von der Lebenserfahrung und Fachkenntnis der Ehemaligen profitiert. Wir wollen damit auch das Band, was Ehemalige und Aktive miteinander verbindet, enger weben und unsere Ressourcen für die Schule nutzbar machen. Verbindender Punkt bleibt dabei die gemeinsame Vergangenheit, denn wir alle – als Ehemalige – haben die altsprachliche Schulbildung erlebt. Wir möchten den Verein und die Schule gleichermaßen in die Diskussion einbeziehen und freuen uns deshalb sehr über die Teilnahme von Ehemaligen und Aktiven – ob als Zuschauer oder Diskutant.

Die Abende

2. Humanistischer Abend am 15. Januar 2019

Der 2. Humanistische Abend mit einem vortrefflichen Vortrag des ehemaligen Schulleiters, Dr. Thomas Gey, war ein voller Erfolg. Wir konnten 60 Zuhörer begrüßen, die gespannt Geys Worten über Augustus in der Auseinandersetzung mit dem Osten des römsichen Reiches und der Fortwirkung seiner pax Augusta lauschten. Im Anschluss diskutierten die Gäste noch weiter bei dem üblichen Empfang.

Dr. Thomas Gey

Passend zum mediterranen Thema übergibt der Vorsitzende dem Redner zum Dank für seinen fesselnden Vortrag ein italienisches Getränk …

Dr. Thomas Gey war bis 2007 Schulleiter des Steglitzer Gymnasiums und Lehrer für Deutsch und Geschichte und er kann – wir alle sind Zeugen immer noch so mitreißend unterrichten wie früher!

Hier der Text des Vortrags mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Hinweis auf der Schulhomepage

1. Humanistischer Abend am 16. Oktober 2018

Am 16. Oktober 2018 um 19 Uhr fand in der Mensa der 1. Humanistische Abend am Gymnasium Steglitz statt, an dem über 50 Ehemalige und Aktive Schüler, Lehrer und Eltern des Steglitzer Gymnasiums teilnahmen.

Prof. Dr. Stefan Kipf

Der Vorsitzende Dr. Martin Nanzka

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Martin Nanzka, bei der er auch auf die Thesenpapiere der AG Humanismus verwies, sprach unser Gast Professor Dr. Stefan Kipf – Leiter der Fachdidaktik für alte Sprachen an der Humboldt-Universität zu Berlin – über das Thema Humanismus ist möglich – Gedanken zum Markenkern eines modernen altsprachlichen Gymnasiums. Er ging dabei insbesondere auf die Frage ein, was das Humanistische in einer Bildungsidee und was das Gymnasiale an einem Gymnasium ist und führte seine Ideen dabei auf den preußischen Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt und den Münchener Philosophen Julian Nida-Rümelin zurück. Nach dem Vortrag diskutierte Professor Kipf intensiv mit den Gästen und im Anschluss auch am kleinen Empfang teil, für dessen Organisation insbesondere Dr. Antja Haase (Abitur 1984) und ihren Söhnen Jakob (Abitur 2016) und Anton Haase (Abitur 2018) gilt.

Der Text des Vortrages: Kipf, Humanismus ist möglich. Gedanken zum Markenkern eines modernen altsprachlichen Gymnasiums